Ideen und Ansätze

Hier finden Sie Beispiele einzelner Kommunen. 


Erste Umsetzungsideen

Hier finden Sie einen Überblick zu den ersten Umsetzungsideen:

Innenstadtprogramm - Webbasierte Materialsammlung

Hier finden Sie die Übersicht und Link-Sammlung "Innenstadtprogramm der DSK-BIG zu Verbänden / Netzwerken, Best Practises / Ideen / Lösungsansätzen sowie Forschungsprojekten / Studien / Wissenswertes. Download

Ansätze aus der Antragsstellung

Die beantragten Projekte lassen sich thematischen Schwerpunkten und Handlungsfeldern zuordnen. Wir haben diese inhaltlich unter folgenden Themen zugeordnet:

Zur Attraktivitätssteigerung und Wiederbelebung der Innenstadt werden 16 Städte ein Citymanagement einführen. Das Citymanagement initiiert Veranstaltungen, übernimmt die Planung sowie Durchführung von Projekten und ist Mittler zwischen Gewerbetreibenden, Verwaltung und Bewohnenden. Kombiniert wird diese Leistung zumeist mit einem Leerstands-Management. Dieses hilft dabei, Gewerbeleerstand proaktiv zu bekämpfen. Hierzu gehört neben der Erstellung einer Datenbank zur Erfassung der Leerstände auch vor allem die aktive Unterstützung bei der Vermarktung, die Fördermittelberatung bei Sanierung und frühzeitiges Entgegenwirken bei drohendem Leerstand.

Weitere Ideen zur Belebung der Innenstädte sind Zwischennutzungen von leerstehenden Flächen durch Existenzgründende, Kunstschaffende und kleine Dienstleistungsunternehmen. Beispiele sind Pop-Up-Stores für kleinteilige, regionale Angebote oder regionale Erzeuger, Repair-Cafes, Co-Working Spaces, temporäre Ausstellungsräume oder Sportstätten auf Brachflächen.

Das Handlungsfeld der Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle in der zukunftsorientierten Ausrichtung von Innenstädten und Zentren.

Dabei sind sowohl die Anpassung des Raumes an eine zunehmend digitalisierte Welt als auch die Nutzung digitaler Angebote zur Attraktivierung der Innenstädte relevant. So fokussieren acht Kommunen die Erhöhung der digitalen Sichtbarkeit der Innenstadt sowie der dortigen Angebote, etwa durch einen verbesserten Internetauftritt oder eine stärkere Social-Media-Präsenz. Weitere Maßnahmen sind beispielsweise die Einrichtung von öffentlichen WLAN-Netzen oder von Lademöglichkeit für Smartphones etc.. Außerdem sollen in drei Kommunen digitale Technologien zur genaueren Untersuchung von Besucher:innenströmen und Frequenzen genutzt werden.

Die Programmkommunen haben zur Beratung und Unterstützung der Gewerbetreibenden die Initiierung des City- und Leerstands-Managements gewählt. Hierzu gehört neben der Erfassung in einem Leerstandskataster auch die aktive Unterstützung bei der Vermarktung sowie die Fördermittelberatung bei Sanierung und Umbau von Gewerbeflächen.

Des Weiteren wird viel auf die Angebotserweiterung gesetzt. Die Ansiedelung eines Frequenzbringers, die Ausweitung von Außengastronomieflächen und Wochenmärkten sowie Ideen zur Bespielung außerhalb der klassischen Öffnungszeiten sind Beispiele hierfür.

Die Angebote der Gewerbetreibenden der Innenstadt digital sichtbarer zu machen ist eine weitere wichtige Strategie.

Aus den zahlreichen Anträgen der teilnehmenden Kommunen gingen ebenfalls eine Vielzahl an Ideen für Kultur- und Freizeitangebote hervor. Dazu zählen unter anderem „Pop-Up“-Events in Heide, Pinneberg und Mölln, die als Lösungsansätze gezielt zur Belebung von Einkaufsstraßen oder leerstehenden Gewerbeflächen beitragen sollen. Aber auch künstlerische Projekte im öffentlichen Raum oder im Rahmen von thematischen Veranstaltungen sollen durch das Innenstadtprogramm gefördert werden. Was beinahe alle eingereichten Anträge der Kommunen eint, ist der große Wille, Veranstaltungen unterschiedlicher Akteure zu unterstützen und nachhaltig zu attraktiven Lebens- und Erlebnisräumen für Interessierte zu werden.

Insbesondere für Innenstädte ist das Thema der Mobilität in letzter Zeit zu einem der zentralen Diskussionspunkte geworden. Dabei geht es sowohl um die Erreichbarkeit, um eine möglichst klimafreundliche Fortbewegung als auch um eine möglichst barrierearme und gut ausgeschilderte Innenstadt.

Viele der Programmkommunen haben sich mit diesen Themen beschäftigt. So forcieren sechs Kommunen eine Verbesserung der Orientierung in der Innenstadt, durch Leitsysteme, Beschilderungen oder digitale Hilfsangebote. In diesem Zuge spielt auch das Thema der Barrierefreiheit eine große Rolle, dem sich vier Kommunen konkret annehmen wollen. Für diverse Kommunen ist auch die Attraktivierung des Rad- und Fußwegeverkehrs ein wichtiges Ziel, weshalb fünf Kommunen Abstellmöglichkeiten, Lademöglichkeiten oder Reparaturstationen für Fahrräder schaffen wollen.

Mit Blick auf den voranschreitenden Klimawandel fokussieren weitere Kommunen außerdem die Schaffung von neuen Grünflächen, was auch zur Attraktivierung des öffentlichen Raumes beiträgt.

Der öffentliche Raum ist offensichtlich die zentrale Stellschraube der Innenstadtentwicklung. Fast alle Programmkommunen sehen in diesem Handlungsfeld Maßnahmen vor. Der Hintergrund ist klar. Die Flächen befinden sich überwiegend im Eigentum der Kommunen und so kann kurzfristig interveniert, die Aufenthaltsqualität verbessert und Nutzungen angepasst werden.

Mit Blick auf die beantragten Maßnahmen steht die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch die Erneuerung oder neuen Einbringung von Sitzmobiliar bei vielen Kommunen im Vordergrund. Einige Kommunen wollen sich im Rahmen der Programmumsetzung auch an ungewöhnliche, ggf. nur temporäre Projekte wagen, wie beispielsweise Pop-Up Erlebnis- oder Aufenthaltsflächen. 14 Städte möchten vor der Umsetzungsphase vorab ein Gestaltungs- oder Nutzungskonzept für die Innenstadt erarbeiten um damit eine planerische Grundlage die Umgestaltungsmaßnahmen zu haben.

Die öffentlichen Freiflächen sollen vielerorts zusätzlich mit Sport und Spielgeräten ausgestattet werden. Darüber hinaus ist der Trend zur Einrichtung von WLAN Hotspots in den Innenstädten zu erkennen. Die perspektivisch intensivere Nutzung der öffentlichen Räume durch das erweiterte Nutzungsangebot erhöht auch den Pflege- und Reinigungsbedarf der Flächen. Entsprechend haben bereits mehrere Kommunen die Projektbudgets für die Reinigung und Mängelbeseitigung beantragt.

Die Projektideen zu sozialen und gesundheitsfördernden Angeboten spiegeln Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger in ihren Kommunen wieder und zielen darauf ab, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Mithilfe der Förderung durch das Innenstadtprogramm möchten die Kommunen vermehrt neue Treffpunkte und Gemeinschaftsorte realisieren. Beispielshaft plant dies die Kommune Bad Bramstedt mit einem neuen Jugendzentrum und –café, welches Kindern und Jugendlichen einen Freiraum für den Meinungsaustausch untereinander, aber auch der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit bieten soll. Für Heiligenhafen hingegen ist ein Seniorenbewegungsplatz im nördlichen Bereich der Innenstadt geplant, der zum einen die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes verbessern und zum anderen durch seine geplante barrierearme Gestaltung einen Beitrag zur Teilhabe leisten soll.

Wie können Kommunen ihre Chancen für einen nachhaltigen Tourismus erkennen und nutzen? Dieser Leitfrage sind bereits zahlreiche Kommunen in Schleswig-Holstein nachgegangen, indem unterschiedliche Tourismusprojekte entwickelt wurden. Im Schwerpunkt bezogen sich die Anträge vermehrt auf Projektideen rund um Markenbildung und Marketingkonzepte. Ob durch historische Lichtrundgänge in Eutin, die Entwicklung einer kreativen Kommunikationsstrategie für die Kernidentität Kiels oder vielfältige Angebote für Radfahrende in Meldorf. Die Bandbreite an Marketingkonzepten und Freizeitaktivitäten ist vielfältig, während der gemeinsame Fokus auf der Stärkung der Identitätsbildung der jeweiligen Kommune, der Darstellung als attraktives Reiseziel und der Steigerung des Bekanntheitsgrades liegt.

Ein Verfügungsfonds kann eingesetzt werden, um Projekte finanziell zu unterstützen, die von den Akteuren vor Ort selbst entwickelt wurden. Mithilfe dieses Fonds können Ideen von lokalen Akteuren (z. B. Gewerbetreibende, Vereine, Bewohnende, Personen mit Grundeigentum) kurzfristig umgesetzt werden, um die Innenstadt zu stärken. Die Entscheidung über die Mittelvergabe wird gemeinsam über ein zu gründendes Gremium gefällt. So kann durch einen Verfügungsfonds der Anreiz geschaffen werden, sich gemeinsam für die Entwicklung der eigenen Innenstadt zu engagieren. Bundesweit hat sich gezeigt, dass Verfügungsfonds ein flexibles und wirkungsvolles Instrument zur Umsetzung passgenauer Lösungen sind. Beispiele für Verfügungsfondsprojekte sind Innenstadtfeste, Sommer- und Winterschmuck, Urban-Gardening-Projekte, Ausstellungen, Innenstadtrallye / Stadtrundgang, Innenstadtgutscheine, Outdoor-Tanzveranstaltungen, Sportturniere, Pflanzaktionen, Broschüren oder Flyer und viele weitere kreative Ideen.

Externe Ansprechpartner

BIG Städtebau GmbH

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